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Das Geheimnis des Glücklichseins
Das Geheimnis des Glücklichseins
2 September, 2020
Der Ausgleich zwischen dem Sein und dem Wissen

Der Ausgleich zwischen dem Sein und dem Wissen

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage…”

Vom Dramatiker William Shakespeare unsterblich gemacht, umschließt diese philosophische Frage die inneren Konflikte einer Person gegenüber den Unsicherheiten und Dramen ihres eigenen Lebens.

„Soll ich stillschweigend eine Ungerechtigkeit hinnehmen oder im Namen der Ehre Blut vergießen?” „Bleibe ich in Lügen verstrickt aus Angst vor dem, was die anderen sagen werden, oder nehme ich die Wahrheit an und stelle mich den Konsequenzen?” „Beginne ich jetzt eine Beziehung mit dieser Person oder halte ich mich und meine Leidenschaft zurück, um sie besser kennenzulernen?”

„Lebe ich mein Leben weiterhin wie gewohnt, im Namen meiner Sicherheit oder wage ich es, mich zu ändern und mich auf die Suche nach meinem Glück zu machen?” Ist Ihnen in Ihrem Leben jemals eine solche Frage in den Sinn gekommen? Diese Fragen beziehen sich weniger auf akademische oder intellektuelle Angelegenheiten, sondern mehr auf praktische Probleme des Lebens und unsere Lebensweise.

In der Geschichte der Menschheit wird die monumentale Anstrengung verschiedener Denker aufgezeichnet, eine zufriedenstellende Antwort auf die Frage des Seins zu geben. Das Ergebnis sind Bücherbände und Bücherbände der Weisheit, die im Prozess des Menschen auf der Suche nach Selbsterkenntnis gesammelt, bestätigt und kontrovers diskutiert wurden.

In diesem Sinne glauben viele von uns, dass aus der Anhäufung all dieses Wissens die Weisheit des Selbst gewonnen werden könnte. Es ist jedoch sehr häufig, dass die Person beim Betreten des Labyrinths des Wissens das Selbst vergisst.

Der scheinbare Weise

Das Ungleichgewicht zwischen Sein und Wissen kann das Profil des mutmaßlichen Weisen erzeugen: jenes, der sein eigenes Wissen als Wahrheit betrachtet. Folglich spricht er über das, was er nicht zu sagen hat und kann anderen nicht mehr zuhören. Außerdem weiß er nicht mehr, wie er mit den Anderen umgehen soll. Er beneidet die Talentierteren und schaut auf die anderen herab, als wären sie alle mediokren. Innerlich verunglimpft er die Ignoranten und belästigt diejenigen, die seine Überzeugungen nicht teilen.

Letztendlich kann er sogar Intrigen und Klatsch verbreiten aufgrund von Wissensstreitigkeiten. Vielleicht würde er sogar diese Zeilen lesen, aber es käme ihm nicht in den Sinn, dass diese Worte auf die eine oder andere Weise auf ihn selbst zutreffen. Oder, mit dem Impuls, sich selbst zu untersuchen, würde er umgehend für sich plädieren und eine ausführliche Verteidigung präsentieren.

Erscheint es logisch, dass sich jemand klüger fühlt, als die Anderen, jedoch im Konflikt mit den Anderen lebt und unglücklich ist? Die Sokratische Ironie gibt uns die beste Antwort: Diese Person weiß nicht nur nichts, sondern weiß noch nicht einmal, dass sie nichts weiß.

Die Anhäufung von Wissen

Im Laufe des Lebens haben wir viel Wissen angehäuft. Vielleicht haben wir nützliche Informationen, kulturelle Bildung, ein Mittel, um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, Unterhaltung, angenehme Momente des Nachdenkens usw. erhalten. Nichts desto trotz, wie sieht es nun nach alledem aus mit der Frage nach unserer inneren Erfüllung? Warten wir weiterhin auf die Anhäufung von noch mehr Wissen? Benötigen wir mehr Wissen, um die Blockaden des Lebens zu lösen und uns selbstsicher zu fühlen?

Wenn wir uns bewusst sind, wer und was wir sind, was nützen dann die Titel der Unterscheidung und die höchsten Grade der Schulbildung? Was nützt so viel intellektuelle Autorität, hervorragender Lebenslauf, formaler Diskurs, terminologische Komplikationen, lange und ausführliche Reden, bibliografische Referenzen usw.? Können wir damit bessere Menschen sein? Fühlen wir mehr Frieden? Können wir mehr Empathie zeigen? Sind wir glücklich? Wofür nützt uns all das Wissen, das wir ansammeln?

Die Frage des Seins

Die Frage des Seins kann nicht ausschließlich intellektuell angegangen werden. Die Suche nach dem Selbst ist ein vitales und im Wesentlichen praktisches Thema und kann nicht auf eine intellektuelle Diskussion reduziert werden, so ernst und sublim sie auch sein mag. Denn das Sein definiert sich von Augenblick zu Augenblick im täglichen Verlauf unseres Lebens. Durch das, was wir tun oder nicht tun angesichts der Ereignisse, die uns das Leben präsentiert.

„Philosophie ist, die Stimmung zu heben, um den Widrigkeiten des Lebens zu begegnen.” – VM Lakhsmi

So fordern uns die alltäglichen Ereignisse in all ihren Details heraus, stellen uns auf die Probe, damit wir unsere Schwächen kennenlernen und was an Falschem in uns ist. Auf diese Weise wird es möglich, durch psychologische Arbeit an uns selbst unsere Ignoranz zu beseitigen und unsere Schwächen zu überwinden.

Nichts desto trotz ist die Philosophie des Seins sehr anspruchsvoll. Denn jenseits von Worten und guten Absichten benötigt das Sein Handlungen und Stellungnahmen, um sich zu zeigen. In jedem Fall müssen wir ehrlich zu uns selbst sein, wenn wir die psychologischen Fehler kennenlernen und ihnen entgegen treten wollen, die uns einschränken und uns von der Fülle des Seins trennen.

Selbstprüfung des Bewusstseins

Es ist sinnlos, über Liebe zu sprechen, wenn wir in den inneren Tiefen unseres Herzens die Fehler und Verschiedenheit derer, mit denen wir leben, nicht tolerieren. Oder uns als gute Menschen zu fühlen, ohne uns täglich darum zu bemühen, unsere Mängel zu beheben. Es ist nicht ehrlich, Gott in uns selbst zu verehren, wenn wir nicht täglich meditieren, um uns mit ihm zu integrieren; oder wenn wir von Selbsterkenntnis sprechen, ohne in der letzten Woche eine Entdeckung über uns selbst gemacht zu haben. Es ist ein Trugschluss, uns Herr über uns selbst zu fühlen, sofern wir auf Ablenkungen und sinnliche Freuden zurückgreifen müssen, um die Momente der Einsamkeit zu ertragen, die wir durchmachen. Kurz gesagt, es kommt darauf an, was wir tun und nicht darauf, was wir sagen. Die Philosophie des Seins lädt uns ein, weniger zu denken und mehr zu handeln.

Das Gesetz ist in unserem Bewusstsein und mit ihm kennen wir das innere Gericht. Wenn wir aufrichtig nach einer tiefen Reflexion unserer Gedanken, Worte und Taten suchen, werden wir dieses innere Gericht, die innere Urteilskraft spüren, was den Weg anzeigt, dem wir folgen müssen. Das heißt, wir werden genau das herausfinden, was wir tun müssen, um unser Verhalten und unsere psychologischen Defekte zu korrigieren und so die innere Verwirklichung des Selbst zu erreichen.

„Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Ihnen am besten gefällt oder was Ihnen nicht gefällt? Haben Sie über die geheimen Handlungsmechanismen nachgedacht? Warum möchten Sie ein schönes Zuhause haben? Warum möchten Sie ein hochmodernes Auto haben? Warum möchten Sie immer auf dem neusten Stand der Mode sein? Warum sind Sie gierig danach, nicht gierig zu sein? Was hat Sie in einem bestimmten Moment am meisten beleidigt? Was hat Ihnen gestern am meisten geschmeichelt? Warum haben Sie sich in einem bestimmten Moment XY gegenüber überlegen gefühlt? (… ) Sind Sie sicher, dass Sie in diesem Gespräch aufrichtig waren? Wenn Sie sich rechtfertigen und von ihren Triumphen erzählen und sie Anderen ständig wiederholen, sehen sie ein, dass sie eitel sind?”– Ehrw. Mstr. Samael Aun Weor

„Ein ungeprüftes Leben verdient es nicht gelebt zu werden.”, stellte Sokrates fest, der das Kunststück vollbrachte, im Namen derselben Weisheit, der er sein Leben geweiht hatte, eine giftige Substanz einzunehmen.

Wie Sie das Gleichgewicht finden

Abschließend würden wir sagen, dass das Gleichgewicht einer der Schlüssel zum Erfolg im Leben eines jeden ist. In allem muss ein Gleichgewicht vorhanden sein, so wie es in der Natur existiert. Und die Frage nach dem Sein und dem Wissen ist davon ebenfalls nicht ausgeschlossen. Die Kenntnisse sind notwendig, niemand kann diese Realität leugnen. Unsere Gesellschaft hat jedoch den Bezug zum Sein, zu sich selbst vergessen und sucht nur die Anhäufung von intellektuellem Wissen. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht im Menschen, das dazu führt, dass er eine große Leere in sich spürt. Weil er nicht in Verbindung mit seinem wahren Sein, seinem wahren Wesen steht. Weil er diese Fähigkeit, diese Sensibilität nicht entwickelt hat.

Wenn wir wirklich den Sinn unserer Existenz finden und unser Leben darauf ausrichten wollen, den wahren Grund zu leben finden und uns erfüllt fühlen wollen im Wissen, wohin wir gehen, dann müssen wir die Verbindung zu unserem wahren inneren Sein suchen. Denn nur wenn wir dies tun, können wir diese Antworten finden. Wir müssen in unser inneres Universum eintauchen und uns mit uns selbst integrieren. Dies ist weder eine Fantasie, noch handelt es sich hierbei lediglich um eine gute Absicht. Es geht um konkrete Techniken und Praktiken. Um einige von ihnen kennenzulernen, laden wir Sie zu unseren online Selbsterkennungskursen ein.

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